Schrei nach Geborgenheit


 

„Schrei nach Geborgenheit“ heißt das neu aufgelegte Buch der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Gundula Göbel aus Buchholz: Das Buch gibt Eltern, Erziehern und Lehrern handlungsorientierte Tipps im Umgang mit Kindern und Jugendlichen.

 

Der Schrei nach Geborgenheit beginnt früh. Schon im Babyalter drückt das Kind sein Bedürfnis nach Nähe und Aufmerksamkeit mit Schreien aus. Eltern beantworten die emotionalen Bedürfnisse des Säuglings mit Blicken, warmen Worten, liebevollem Schaukeln und Streicheln des Babys. So entsteht zwischen beiden eine verlässliche Bindung. Fallen diese oder ähnliche Handlungen weg, weil die Eltern stark belastet sind, wird die sichere Bindung erschwert.

 

Je größer das Kind wird, desto mehr zeigen sich Auffälligkeiten, die wiederum den Schrei nach Geborgenheit ausdrücken. Die Kinder gelten als Störenfriede im Kindergarten, haben Lernprobleme in der Schule oder ziehen sich in der Pubertät immer mehr von allem zurück. Geborgenheit, wird als ein Zustand des Sicherheits- und Wohlgefühls beschrieben. Ein wichtiges Gefühl, das viele Lebenssituationen beeinflusst, wie die Therapeutin aus 23 Jahren Erfahrung weiß.

 

Mit einfachen Worten beschreibt die Autorin in ihrem Buch Bindungsmuster, die unbewusst in die nächste Generation weitergegeben werden. Sie zeigt auf, wie fehlende Bindung weitere Beziehungen zu Freunden, Kollegen und Partnern beeinflussen. Die gute Nachricht ist: Für viele Kinder ist es nicht zu spät, denn die Bindungsentwicklung kann nachversorgt werden. Wie das gelingen kann, erfahren Eltern in diesem Buch.


 

Tines Talk - Rezension:

http://www.tinestalk.de/?p=3517

TV Gesund & Leben, Ausgabe 10/2013
TV Gesund & Leben, Ausgabe 10/2013
Winsener Anzeiger, 22.3.14
Winsener Anzeiger, 22.3.14