Fragiles Glück

Dass Selbstsicherheit und Zufriedenheit nicht selbstverständlich sind, merkt man spätestens dann, wenn einem etwas Schlimmes zugestoßen ist, das man nicht mehr rückgängig machen kann.

 

Gestern hatte eine Freundin von mir einen schweren Unfall. Sie wollte an einer schlecht einsehbaren Straße links abbiegen und hat dabei einen Motorradfahrer übersehen. Nahezu ungebremst raste er in die Fahrertür und wurde über das Auto hinweg geschleudert. Sie selbst hat Schnittverletzungen und einen Schock erlitten, der Motorradfahrer ist außer Lebensgefahr und liegt nun im Unfallkrankenhaus.

 

So schnell ändert sich das Leben. Bilder und Erfahrungen, die man bestimmt nicht mehr vergessen wird. Wenn alles gut ausgeht und die zerstörten Fahrzeuge der einzige dauerhafte Schaden bleiben, dann kann man sicher auch das Positive in diesem Schrecken sehen. Nämlich die Helfer, die sich ohne zu fragen sofort gekümmert haben. Menschen, die nicht als gaffende Zaungäste den Unfallort säumten, sondern Erste Hilfe leisteten und durch Worte und beruhigenden Berührungen an den Schultern Trost gespendet haben. Das Rettungsteam und die Polizisten, die sich um alles gekümmert haben - ganz gleich, ob es ihr Job ist, stehen sie dennoch immer neuen Herausforderungen gegenüber.

 

"Unfälle passieren", ein Satz den man gerne zur Beruhigung sagt, wenn jemand ohne grobe Fahrlässigkeit in so ein Unglück geraten ist, doch das wird sicher trotzdem niemals die Gedanken wegwischen: "Hätte ich nur ..."

 

In diesem Moment ist sie im Krankenhaus, um den Motorradfahrer zu besuchen. Ich möchte an dieser Stelle "Gute Besserung" sagen, und ich hoffe, dass er schnell wieder auf die Beine kommt und es meiner Freundin bald besser geht!

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