Poppy Lamour

Das, was mich an meinem Job am meisten begeistert, ist die Vielseitigkeit. Immer wieder in andere Welten abzutauchen und neue Figuren kennenzulernen, macht die Genres, in denen ich unterwegs bin, so reizvoll.

 

Nun kommt zu Phantastik, Liebesromanen, Thrillern, Horror und Sachbüchern etwas Neues auf die Liste meiner Werke: Erotikliteratur.

 

Aber warum?

Hier ein kleines Interview mit mir selbst zur Neuerscheinung:

 

 

Cover: Anke Koopmann, Designomicon
Cover: Anke Koopmann, Designomicon

 

Feys Leben könnte kaum unbedeutender sein. Ständig wird sie übersehen, und in dem Bretagne-Urlaub mit ihren Freunden ist sie das fünfte Rad am Wagen. Doch als sie am Strand auf einen Fremden trifft, ändert sich ihr Schicksal. Magisch angezogen von dem Fotografen und seinem Model betritt Fey eine sinnliche, erotische Welt, in der sie jegliche Hemmungen fallen lässt, um mit leidenschaftlicher Hingabe sich selbst neu zu entdecken.

 

#Polyamorie #Pansexualität 

 

„Ein unglaublich sinnlicher und außergewöhnlicher Erotikroman mit liebenswerten Protagonisten und den aufregendsten Erotikszenen, die ich seit langem lesen durfte.“ 

– Katelyn Faith

 

Sonne: Erotikliteratur? Wie ist das denn passiert?

Poppy: Na, genau wie es zu jedem anderen meiner Romane gekommen ist: Durch Inspiration und Spaß am Schreiben. Im Grunde rede ich schon seit zwanzig Jahren darüber, dass ich einen Erotikroman schreiben möchte, in dem es nicht um toxische Beziehungen oder Sex als Machtinstrument geht. Na, und jetzt passte es zeitlich.

 

Sonne: Ist es anders gewesen, einen Erotikroman zu schreiben?

Poppy: Definitiv. Jedes Genre hat seine eigenen handwerklichen Anforderungen. In den Thrillern und Liebesromanen blende ich bei Liebesszenen gerne aus und überlasse den Rest der Fantasie. In einem Erotikroman läuft das natürlich anders. Es ist schon eine Herausforderung, den Fokus auf die prickelnden Aspekte zu setzen und jede intime Handlung ausführlich zu beschreiben, ohne seltsame Synonyme zu benutzen. Zudem ist ein Erotikroman, in dem sich die Erotik nicht wie ein roter Faden durch die Handlung zieht, total am Thema vorbei. Wer meine anderen Romane kennt, weiß, wie wichtig mir komplexe Figuren, glaubhafte Motivationen und nachvollziehbare Handlungen sind. In FIG ist das nicht anders. Es hat Spaß gemacht, die Entwicklungen der Figuren, etwas Drama und viel Erotik miteinander zu verweben.

 

Sonne: Dann erzähl doch mal etwas über die Handlung.

Poppy: Die Hauptfigur ist Fey, die von allen seit der Schulzeit Feige genannt wird und kein sehr schönes Leben führt. Sie macht mit drei befreundeten Paaren Urlaub in der Bretagne und fühlt sich permanent wie das fünfte Rad am Wagen. Am Strand lernt sie Yanis kennen, ein Fotograf, der mit seinem Partner Pierre hier am Meer lebt. Fey ist fasziniert von der Lebensweise der Männer, die offen über Pansexualität und Polyamorie sprechen und Liebe und Sex achtsam und genussvoll ausleben. Pierre merkt jedoch schnell, dass Yanis sich direkt in Fey verliebt hat. Das ist eine Eigenschaft seines Partners, die er grundsätzlich sehr mag, aber sie haben gemeinsam eine sehr schwere Trennung hinter sich, und er befürchtet, es könnte Yanis wieder in ein tiefes Loch werfen, wenn Fey länger bei ihnen bleibt. Also fährt er Fey zu dem Ferienhaus zurück. Doch dann lernt er ihre Freunde kennen und sieht, wie Fey von ihnen behandelt wird. Er kann sie nicht dort lassen und bietet ihr an, den Rest des Urlaubs bei ihm und Yanis zu verbringen. In diesen Tagen erfährt Fey mehr über die erotischen Shootings, die sie oben im Atelier veranstalten und fühlt sich von alldem magisch angezogen. Es beginnt eine sinnliche Zeit, die ihr Leben vollkommen verändert.

 

Sonne: Also mehr so eine "hässliche Entlein Geschichte"?

Poppy: Eben nicht. Viel mehr geht es um die Reise zu sich selbst, andere genau so zu lieben wie sie sind, Einvernehmen, Vertrauen und den Mut, seinen Lebensweg eigenverantwortlich zu bestimmen. Und natürlich darum, mit allen Sinnen zu genießen.

 

Sonne: Und warum ausgerechnet Pansexualität und Polyamorie?

Poppy: Warum nicht? Ausschlaggebend war eine Gesprächsrunde, in der sich darüber ausgelassen wurde, dass Bücher, die andere Sexualitäten als Hetero thematisieren, die Sexualität meist ausufernd in den Mittelpunkt der Handlung stellen. Das Hadern, Outing etc. Statt die Figuren so normal wie alle anderen in einer Beziehung sein zu lassen. Pierre und Yanis haben sich einfach so ineinander verliebt, ohne irritiert oder unsicher gewesen zu sein. Sie sind seit zehn Jahren ein Paar. Ihr miteinander ist selbstverständlich, liebevoll und frei von Klischees. Sie verlieben sich auch immer wieder in andere Menschen, wobei die Persönlichkeiten eine große Rolle spielen (https://de.wikipedia.org/wiki/Pansexualität) und nehmen jeweils Anteil daran. Ich stehe nicht sonderlich auf Eifersucht, weswegen die Dramen in meinen Romanen auf anderen Wendungen basieren.

 

Sonne: Was bedeutet der Name Poppy Lamour? Und sollte es nicht ein geschlossenes Pseudonym werden?

Poppy: Ich mag den Klang des Namens. Er verrät worum es geht und steht gleichzeitig für gute Laune. Du kennst das ja "Sonne".

Es stimmt, dass ich den Roman eigentlich unter geschlossenem Pseudonym veröffentlichen wollte, aber dann dachte ich: Warum soll es einen Unterschied machen, ob ich detailliert einen Mord oder Sex beschreibe? Die Figuren haben mich überzeugt, dass nichts Anrüchiges dabei ist. Das Pseudonym dient nur zur Orientierung, damit diese speziellen Liebesromane durch das Pseudonym klar als Erotikromane zu erkennen sind.

 

Sonne: Na, dann kann's ja losgehen. Noch irgendwelche letzten Worte?

Poppy: Ich bin super gespannt, wie Yanis, Fey und Pierre bei der Leserschaft ankommen werden. Um ehrlich zu sein, freue ich mich schon sehr auf die ersten Rezensionen. Ihr könnt mir auch gern hier ein Feedback als Kommentar hinterlassen.

 

Ich wünsche viel Vergnügen!

 

Bestellmöglichkeiten:


 

 

Bis zum 1.09.2021 kann die limitierte Hardcoverausgabe bestellt werden: Shop


Buchhandlung Almut Schmidt




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