Testleser-Checkliste

Um aus einem Manuskript einen richtig guten Roman zu machen, braucht man unter anderem auch Testleser. 


Es hilft einem nicht viel, wenn man das Manuskript an jemanden weitergibt, der anschließend nur sagt „Ist super“ oder wenn sich wohlwollende Menschen überschlagen vor Begeisterung, ohne konstruktive Anmerkungen zu machen.


Fakt ist, dass selbst die Profis keine perfekten Texte schreiben, die ohne Überarbeitung gedruckt werden. Vielleicht gibt es die eine oder andere Ausnahme, ich persönlich kenne keine. Das wäre, als würde man einen Baum zerteilen, in Stücke sägen, daraus einen Tisch zimmern und nichts mehr schleifen müssen.


Ich liebe den Dialog mit meinen Testlesern, die dafür sorgen, dass ich ein Gefühl für die Wirkung meines Textes bekomme. Immerhin weiß ich, was in meinem Kopf für Bilder sind, die ich beschreiben will, aber ich weiß nicht, ob es auch genauso funktioniert. Wenn man Kritik als Beurteilung eines Textes und nicht als Schnitzeljagt nach Fehlern versteht, dann fängt es an, richtig Spaß zu machen. Für Testleser und Autoren gleichermaßen.


Für alle, die es gebrauchen können, habe ich eine Testleser-Checkliste erstellt. Sie soll Autoren dabei helfen, potenziellen Testlesern zu vermitteln, worauf es bei der Beurteilung des Textes ankommt.


Ihr könnt sie kostenlos runterladen, ausdrucken, für den persönlichen Gebrauch kopieren und an Testleser weitergeben.


Habt Spaß bei der „Quälerei“ mit euren Texten!


Testleser-Checkliste
Worum geht es beim Testlesen? Wie wird die Zusammenarbeit produktiv?
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Kommentare: 2
  • #1

    Evy Heart (Mittwoch, 22 Februar 2017 21:54)

    Bevor ich es vergesse: Schnitzeljagd :-) Das ist der einzige Tippfehler.

    Ich finde den Text grundsätzlich gut, weil er gut Textpassagen und Aufzählungen abwechselt. Besonders gefallen mir die No-Gos am Ende. Ich hätte sie gern tiefer gehabt "lustig machen" und "Lehrmeister raushängen lassen" klingt zu umgangssprachlich. Und dass man den Text den eigenen Vorstellungen anpassen will, das ist ne Übungssache - man ist seinen Stil gewöhnt und will den Text anpassen - das ist normal. Aber irgendwann gewöhnt man sich daran, Distanz zu halten.

    Ich denke, man sollte sich als Testleser klar machen, dass man dem Text Hilfestellung gibt. Aber man trägt nicht die alleinige Verantwortung. Man muss als Testleser den Text nicht perfekt lektorieren oder korrigieren. Man darf seine Eindrücke klar machen, und seien sie noch so banal. Ja, manchmal kann ein "ohhhhhhhhhhh toll!" tatsächlich helfen, wenn das Selbstbewusstsein unten ist. Auch von einem Testleser. Jeder Mensch legt andere Schwerpunkte auf einen Text und das ist gut so.

    Ansonsten: Jeder Autor legt wert auf andere Dinge. Bei manchen muss ich Schusselfehler nicht erklären, bei anderen ist es wichtig, die Regel zu nennen, damit sie das verbessern können.

    Ich würde beim Merkblatt mit mehr leerzeilen und Formatierungen arbeiten und gucken, wie es im Blocksatz aussieht - stellenweise wirkt der Text gequetscht, besonders die Aufzählungen.

    Was mich irritiert: Der Text wäre ein toller Blogartikel gewesen - warum hast du ein PDF daraus gemacht? Das Dokument enthält mehr als die Hälfte Fließtext - für mich ist das keine Checkliste, die ich mir an den Computer hänge. Der ich denke, dass du etwas im Hinterkopf hattest?

  • #2

    Sonne (Mittwoch, 22 Februar 2017 21:59)

    Wow, vielen Dank für das Feedback.

    Die "Checkliste" ist damals eine sehr spontane Idee gewesen. Im letzten Jahr hatte ich dann ein Crowdfunding gestartet, um etwas mit Hand und Fuß draus zu machen, aber leider wurde das Ziel nicht erreicht, so dass das Projekt auf die lange Bank geschoben werden musste.

    Wenn ich da wieder ansetzen kann, werde ich deine Anmerkungen sehr gerne berücksichtigen.

    Begeisterte Grüße
    Sonne

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