Das kleine Horror-Interview mit Thomas Lisowsky

Lieber Thomas, Magie der Schatten ist Dein erster Phantastik-Roman und Du schreibst die Serie Die Schwerter für den eBook-Verlag dotbooks. Was machst Du noch?

 

Nachdem ich gerade aus einem Auslandssemester im wunderschönen Edinburgh in Schottland zurückgekommen bin, bin ich nun vor allem noch mit meiner Masterarbeit im Medienbereich beschäftigt – natürlich geht es um Videospiele, schließlich habe ich vor meinem Masterstudium knapp drei Jahre in einer Entwicklerfirma als Game Writer an Videospielen mitgeschrieben.

Die Abendstunden fülle ich mir am liebsten mit Tanzen.

Paartänze, an die die meisten dabei zuerst denken, finde ich auch interessant, aber meine Leidenschaft liegt beim Solotanz, HipHop und auch Flamenco. Mir reicht es schon, wenn ich auf die Schritte von einer Person, also mir selbst, aufpassen muss. ;)

Und wann schreibe ich? Morgens! Zu frühen Zeiten, zu denen normale Menschen fluchen, wenn sie zu denen wach sind. ...und da ich eigentlich auch nur ein normaler Mensch bin, hört man auch aus meinem Zimmer jeden Morgen diverse Flüche.

 

Du bist ein humorvoller Mensch, könntest Du Dir vorstellen, lustigen Horror zu schreiben?

 

Humor? Das ist ja eine wüste Unterstellung. Habe ich noch nie gehört. 

Meine Story sollte eigentlich viel blutrünstiger und horroriger (nicht zu verwechseln mit der gefährlichen Spezies Horror-Tiger) werden. Jetzt ist es eher eine Charakterstudie geworden. Wenn ich dann noch Humor in meinen Horror packe, dann glaubt mir doch keiner mehr, dass das eigentlich mal Horror werden sollte!

 

In AUS DUNKLEN FEDERN 2 ist Deine Geschichte Chupa alles andere als witzig. Was hat Dich zu dieser Idee inspiriert? 

 

Zuallererst wollte ich keine Story haben, in der es typisch horror-düster ist. Resident Evil 5 hat ein Horrorsetting in der glühenden Sonne Afrikas, und soetwas wollte ich auch schaffen (ohne schwarze Zombies), deshalb spielt die Geschichte im Sommer. Dass die gruseligen Dinge dann nachts geschehen... nun, ganz klappt das mit dem Horror bei Tage wohl nicht, wenn man keine verseuchte Zombiebevölkerung anbieten kann.

Was ich auch sofort wusste: Es sollte ein Monster geben. Ich bin eben Fantast, und ganz ohne Fantasy geht nicht! Es ist ein echt tolles Monster, siehe Titelbild – für das ich mich im Übrigen noch einmal ganz herzlich bei Ariane Pollakowski bedanken möchte. 

Dann war da noch Anna, meine Protagonistin. Ich wusste noch nicht, wie die beiden zusammengehören, und das verrate ich hier an dieser Stelle natürlich auch nicht. ;) 

 

Bleibst Du jetzt dem Horror treu oder wird es jetzt in der Phantastik noch schauriger?

 

Tatsächlich werde ich nach den Dunklen Federn nun erst einmal eine Schreibpause einlegen. Die letzten 7 Jahre habe ich eisern jeden morgen eine Stunde geschrieben/geplant, und es war ein Teil meines Lebens wie nichts sonst. Aber im Moment glaube ich, dass mir eine Pause langfristig einen kreativen Schub geben wird. Es gibt noch viele Geschichten, die ich erzählen will.

Jetzt muss ich nur noch herausfinden, wie ich meine morgige Schreib-Stunde vorerst anderweitig fülle. Ich habe gehört, Däumchendrehen ist wieder ziemlich trendy bei den jungen Leuten!

 

 

Weitere Informationen über Thomas Lisowsky und seine Arbeit findet Ihr hier: 

http://thomaslisowsky.com

 

 

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